Lars Windhorst startete seine berufliche Laufbahn als 15 Jahre alter Knabe mit ausgeprägten Computerkenntnissen. Damals reichte es ihm nicht aus, Computer lediglich zusammen zu bauen. Er wollte die entsprechenden Komponenten zu günstigen Einkaufspreisen importieren und die Geräte selbst fertigen, um diese gebietsweise abzusetzen. Klassenkameraden halfen ihm bei seinem ersten unternehmerischen Wagnis. Die eingeführten Bauteile wurden in der Familiengarage montiert, die gefertigten Computer über das väterliche Papeteriewarengeschäft verkauft.

Die erfolgreiche Tätigkeit in diesem Geschäftsfeld brachte ihm viel positives Feedback. Oft als das Wirtschaftswunderkind Deutschlands bezeichnet, brachte Windhorst seine Hausindustrie zum blühen. Schon bald baute er in China eine Partnerschaft mit einem ortsansässigen Geschäftsmann auf. Gemeinsam wurde das Unternehmen Windhorst Electronics gegründet. Der Erfolg des Unternehmens schnellte schlagartig in die Höhe. Allein im ersten Jahr überstiegen die Verkaufszahlen innerhalb Europas die Gesamtsumme von 50 Mio. Deutsche Mark.

Internationales Networking

Ein deutlicher Schub für die Karriere Lars Windhorsts ergab sich, als der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl ihn dazu einlud, sich ihm anlässlich Auslandsreisen und Staatsbesuchen nach Asien anzuschließen. Diese Geschäftsreisen festigten bedeutende netzwerkorientierte Beziehungen für den Jungunternehmer.

Als die Windhorst Electronics ihren Erfolgkurs fortsetzte, vertiefte Lars Windhorst seine Geschäftstätigkeit in Asien. Er rief die Windhorst Asia Pacific Holdings Ltd ins Leben, die innerhalb einer äußerst kurzen Zeitspanne zu einem Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern in Asien und Europa heranwuchs.

Lars Windhorst setzte den Ausbau seiner unternehmerischen Aktivitäten in neue, umfassendere Segmente fort wie beispielsweise die Rohstoffmärkte (sowohl Handel als auch Investition), Finanzwirtschaft und Grundbesitz.

Die New Economy

Sein internationales Konglomerat vergrößerte sich kontinuierlich bis die Börsenblase der Internet-Technologie zu Jahresbeginn 2001 platzte. Lars Windhorst hatte zu diesem Zeitpunkt einen Großteil seiner Unternehmensbeteiligungen in diesen geradezu explodierenden Markt verlagert. Seine Verluste in der Internetbranche brachten ihm 2003 seinen Konkursantrag ein.

Trotz der Pleite gründete Lars Windhorst im Jahre 2004 die Sapinda Investmentgruppe. Die Finanzkrise von 2008 veranlasste ihn zunächst zur Konzernumgestaltung. Heute ist Lars Windhorst Vorstandsvorsitzender der Sapinda Deutschland GmbH. 

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